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Affen und Halbaffen im Saarbrücker Zoo

Halbaffen haben eine höhere Ähnlichkeit mit den höher entwickelten Primaten (Menschen und Menschenaffen) als die "echten Affen".

Halbaffen im Saarbrücker Zoo

Katta Kattas im Saarbrücker Zoo
 

Halbaffen haben gewöhnlich eine längere Schnauze als Affen, einen ausgeprägteren Geruchssinn und ein im Verhältnis zur Körpergröße kleineres Gehirn.

Unser Augenmerk richtet sich auf die aus Madagaskar stammenden Halbaffen, die Lemuran. Besonders die Kattas bezaubern die Herzen der Besucher, wenn sie durch das Gehege tollen, miteinander spielen oder einfach nur faul in der Hängematte liegen und die letzten Sonnenstrahlen des Tages genießen. Es ist immer wieder ein Vergnügen, den drolligen Halbaffen mit den schwarz-weiß geringelten Schwänzen zuzuschauen.

Weitere Lemuren unseres Zoos sind Varis, Rotbauchmakis, Rotstirnmakis und Weiskopfmakis. Im Afrikahaus findet man Mausmakis und Fettschwanzmakis, die ebenfalls zur Familie der Halbaffen gehören.

"Echte" Affen an vielen Stellen im Zoo

Totenkopfaffe Totenkopfäffchen beim Spielen auf einer Hängeleiter

Die "echten" Affen sind an mehreren Stellen im Zoo zu finden. Beim Besuch des Tapirs im Südamerikahaus können Besucher den Lisztäffchen beim Herumtollen zuschauen und zuhören: Manchmal zwitschern die kleinen Affen wie Vögel.

In der weiteren Umgebung des Tropicariums sind verschiedene Affenarten, jeweils für sich, untergebracht.

Ein Beispiel sind die Totenkopfaffen. Sie sind vor allem bei Kindern sehr beliebt, weil die jungen Besuchern in ihnen "Herrn Nielson" wiedererkennen, den Affen von Pippi Langstrumpf.

Seltene Art: Die Drills

Drill,Affe,Jungtier Drill-Affen mit einem Jungtier im Arm (rechts)

Etwas oberhalb des Tropicariums lebt unsere Drillgruppe. Diese bedrohte Affenart ist in Zoos selten. Sie werden auch die "vergessenen Affen Afrikas" genannt und sind durch die Bejagung und durch Holzeinschlag in ihrem Lebensraum sehr bedroht.

Der Saarbrücker Zoo beteiligt sich an dem Europäischen Erhaltungszuchtprogramm (EEP) das mit der internationalen Kampagne "Rettet den Drill" wirbt.

Gibbons, Nachtaffen und Zwergseidenaffe

Gibbon,Affe,Jungtier Ein Gibbon beim Kletter mit einem Jungtier

Vor allem morgens hört man die Gesänge der Gibbons. Sie werden auch die "kleinen Menschenaffen" genannt. In der Systematik ist sich die Wissenschaft noch nicht ganz klar, ob sie zu den Menschenaffen gehören oder zu den "echten" Affen.

Im Nachtzoo des Afrikahauses lebt ein Paar Nachtaffen. Sie sind unter den höheren Primaten die einzigen nachtaktive Vertreter.

Ebenfalls im Afrikahaus finden Besucher die kleinsten Vertreter der "echten" Affen, den Zwergseidenaffe. Er wird lediglich 120 Gramm schwer.

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